Trinkwasser ohne abkochen: Projekte gegen Abholzung

Mit Hilfe von Kompensationszahlungen fördert das Bündnis klimaneutrales Allgäu 2030 Projekte in Tansania, Ruanda und Sierra Leone, die den Menschen dort Zugang zu sauberem Trinkwasser ermöglichen. Bislang muss dort das belastete Wasser abgekocht werden. Dabei wird Holz aus der Umgebung verwendet – was die Entwaldung und damit den Klimawandel vorantreibt.

Im Rahmen des Projekts in Tansania werden Wasserfilter und regional hergestellte effiziente Biomasseöfen verteilt. Dadurch werden nicht nur circa 41.000 Tonnen CO2 eingespart, sondern auch die gesundheitsschädlichen Kohlenmonoxid- und Feinstaub-Emissionen deutlich verringert.

Beim ebenfalls vom Bündnis geförderten Trinkwasser-Projekt in Ruanda werden kaputte Bohrlöcher saniert. Auch hier steht den Menschen anschließend sauberes Trinkwasser zur Verfügung, ohne das es zuvor abgekocht werden muss. Gleiches gilt für das Projekt in Sierra Leone.

Wasserkraft und Photovoltaik statt Kohlestrom in Indien

Der Ausbau erneuerbarer Energien ist das Ziel von zwei Projekten in Indien, die das Bündnis klimaneutrales Allgäu 2030 unterstützt. Damit werden fossile Energieträger verdrängt.

So werden durch das Photovoltaik-Projekt in der Region Rajastan pro Jahr circa 694.000 Tonnen CO2 eingespart. Die Bevölkerung erhält sauberen und bezahlbaren Strom. Das Projekt ist nach Gold-Standard zertifiziert.

Das Wasserkraftwerk in der Region Himchal Pradeh erzeugt 1,3 Mio. MWh Strom und ist damit das größte vom Privatsektor durchgeführte Wasser-Kraftwerk in Indien.  Mit seiner Hilfe werden über eine Million Tonnen CO2 pro Jahr eingespart. Gleichzeitig werden während der Bau- und Betriebsphase direkt und indirekt zahlreiche Arbeitsplätze geschaffen. Die Bereitstellung von Gesundheitseinrichtungen - wie zum Beispiel Krankenhaus und Apotheke - ist ein weitere positiver Effekt für die Bevölkerung in den angrenzenden Gemeinden.