Rückenwind für regionale Klimaschutzprojekte 2022

Von jeder kompensierten Tonne CO2 der Bündnis-Teilnehmer fließen vier Euro in den Klimafonds Allgäu. Daraus werden Klimaschutzprojekte in der Region unterstützt. Im Jahr 2022 sind so 55.581,10 Euro zusammengekommen - insgesamt bereits über 84.000 Euro. Gefördert werden regionale Projekte, die ohne die finanzielle Unterstützung nicht wirtschaftlich durchgeführt werden können. Der Klimabeirat, der mit Bündnispartnern besetzt ist, hat für die Förderung 2022 folgende Projekte ausgewählt:

PV-Selbstbau-Workshop

Das Projekt des Klimastammtisches Memmingen soll die eigene Energieerzeugung durch Klein-Photovoltaik-Anlagenbau in Memmingen ermöglichen. Unter Anleitung und Begleitung beim PV-Anlagenbau durch Sachverständige sollen Balkon-Solaranlagen und kleinere EEG-Anlagen gebaut werden. Das Angebot richtet sich an Personen, die aus finanziellen Gründen, Realisierungsengpässen bei Solarfirmen oder sonstigen Gründen bislang keine eigene PV-Anlage betreiben können.

TrinkWasser! Projekt

Der Markt Scheidegg möchte im Rahmen einer Kampagne zur Bewusstseinsänderung den Konsum von Leitungswasser fördern und den Kauf von Mineralwasser in Plastikflaschen vermindern.

 

 

 

Schulimkerei, Projekt der Realschule Füssen

Einrichtung einer Schulimkerei mit eigener Bienen-Arbeitsgemeinschaft. In das übergreifende Gesamtkonzept wird die gesamte Schülerschaft mit eingebunden. Unterstützung erfolgt durch den Imkerverein Pfronten.

Bergbus

Die DAV-Sektion Allgäu Kempten möchte einen Beitrag zur nachhaltigen und alternativen Freizeitmobilität leisten und den Individualverkehr in die Berge reduzieren. So sollen an den Wochenenden zwischen Juni und Oktober Bergbusse auf attraktiven Linien im Oberallgäu und ggf. auch ins benachbarte Österreich verkehren, die BergsportlerInnen sowie Erholungssuchende an verschiedenen Haltestellen absetzen und am Abend wieder einsammeln.

Bergwaldprojekt

Der Verein Bergwaldprojekt betreut seit 30 Jahren Waldprojekte und engagiert sich im ökologischen Landbau. Labile Fichtenbestände und Borkenkäferflächen werden mit standortheimischen Mischbaumarten ökologisch stabilisiert. Gearbeitet wird immer mit Freiwilligengruppen. Im Rahmen des Klimafonds sollen Flächen im Allgäu naturnah wiederbewaldet werden.  An öffentlichen Pflanztagen können auch Mitarbeiter/innen der Bündnisunternehmen teilnehmen.

Amphibienfläche Kalvarienberg

Einrichten einer Amphibienfläche als Biotopmaßnahme mit 2000m² am Kalvarienberg. Durch die Maßnahme können Lebensräume erhalten und ausgebaut und somit der klimabedingte Schwund vor Ort abgemildert werden.  Das Projekt wird realisiert durch das Referat Forst/Naturschutz, Immenstadt.

 

 

Ökologische Werkstatt

Am Internationalen Kulturzentrum Achberg sollen bisher ungestaltete Bereiche des Grundstücks (ca. 1,3 ha) mit Freiflächen, Teich und Waldstück zu einem Spiel- und Lernort für Ideen werden. Gemeinsam mit v.a. Kindern und Jugendlichen soll die Natur als echter Partner wahrgenommen und mit ihr gearbeitet werden.

 

Autarker vertical farming Container

Im Rahmen des Projektes der Berufsschule Mindelheim  soll ein autarker, klimafreundlicher Container entwickelt werden, der es ermöglicht, mithilfe der vertical farming Technologie platzsparend und mit minimalem Wasser- und Stromverbrauch auch in wasserarmen Gegenden mit schlechter Infrastruktur Gemüse und Nutzpflanzen anzubauen und zu ernten. Der Hintergrund des Projektes ist die Unterstützung ressourcenarmer Regionen, da der Container zusätzlich mit minimalem CO2 Ausstoß sowohl eine Trinkwasser- als auch eine Stromversorgung liefern kann.

Lebensraum Nordschule, Projekt der Nordschule in Kempten

Auf dem Schulgelände sollen versch. Bepflanzungsmaßnahmen umgesetzt werden: Hölzerne rollbare Pflanzkästen, Gestaltung eines Schullehrgartens zur Förderung des Umweltbewusstseins und zur Ressourceneinsparung, Wildblumenwiese mit Trockenmauern zum Erhalt der Artenvielfalt und zur Förderung der Biodiversität und eine Benjes-Hecke mit Bepflanzung als Lebensraum für kleine Tiere sowie für Recycling von Baum- und Heckenschnitt.

Ein Kind, ein Baum, Projekt des Gymnasiums in Füssen

Ab Herbst 2023 soll jährlich wiederkehrend mit der Jahrgangsstufe 5 an geeigneten Standorten mit jedem Schulkind ein Baum gepflanzt (ca. 80-100 jährlich) werden. Die Schüler sollen ab dem Schuleintritt einen Beitrag zur CO2-Kompensation / Landschaftspflege leisten und das Wachstum ihres Baumes /Pflanzbereiches während ihrer Schulzeit beobachten können. Kooperationspartner sind der Landschaftspflegeverband Ostallgäu e.V. und die Stadt Füssen (Stadtbauamt).